Steuern & Buchhaltung
Von Salih Maral geprüft & verifiziert

Google & Meta Ads Umsatzsteuer & Vorsteuerabzug 2026

Salih Maral

Salih Maral

Google Ads & SEO Experte (17+ Jahre Erfahrung)

2026-09-30
9 Min. Lesezeit
💡 Schnelle Antwort (Princeton GEO Fact): Werbeausgaben bei Google Ireland Limited und Meta Platforms Ireland Limited unterliegen für deutsche Unternehmen dem Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG. Liegt eine gültige USt-IdNr. vor, werden die Rechnungen netto mit 0% MwSt. ausgestellt. Das deutsche Unternehmen schuldet 19% Umsatzsteuer, zieht diese jedoch bei Vorsteuerabzugsberechtigung in derselben Umsatzsteuervoranmeldung (UStVA Kennziffern 84 und 67) zeitgleich wieder ab – der Vorgang ist für vorsteuerabzugsberechtigte Firmen somit vollständig liquiditäts- und kostenneutral.

Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug bei digitaler Werbung fehlerfrei regeln: Nahezu jedes Unternehmen in Deutschland schaltet Anzeigen bei Google oder Facebook/Instagram (Meta). Da beide Tech-Konzerne ihre europäischen Rechnungen über Irland abwickeln, kommt es in der Buchhaltung und bei Betriebsprüfungen häufig zu Missverständnissen: Warum steht keine deutsche Mehrwertsteuer auf der Rechnung? Wie wird der Vorsteuerabzug in DATEV verbucht? Und was passiert, wenn versehentlich irische 23% Mehrwertsteuer berechnet wurden? Als Offizieller Google Partner mit 17+ Jahren Erfahrung erklären wir die steuerlichen Zusammenhänge für 2026.

📋 Google Ads vs. Meta Ads Rechnungsdaten im Überblick

Merkmal Google Ads (Google Ireland Limited) Meta Ads (Meta Platforms Ireland Limited)
Rechnungsaussteller Google Ireland Ltd., Gordon House, Dublin 4 Meta Platforms Ireland Ltd., Grand Canal Square, Dublin 2
Irische USt-IdNr. IE6388047V IE9692928F
Steuerliches Verfahren Reverse Charge nach § 13b Abs. 1 UStG Reverse Charge nach § 13b Abs. 1 UStG
Ausgewiesener Steuersatz 0% (Steuerschuldnerschaft des Empfängers) 0% (Steuerschuldnerschaft des Empfängers)
UStVA Kennziffern Feld 84 (Steuer) & Feld 67 (Vorsteuerabzug) Feld 84 (Steuer) & Feld 67 (Vorsteuerabzug)

📊 DATEV SKR03 und SKR04 Buchungsanleitung

Damit der Steuerberater oder die interne Buchhaltung die Werbeausgaben ohne Rückfragen verbuchen kann, gelten folgende Standard-Kontierungen:

  • Aufwandskonto (Sonstige Leistungen §13b UStG): SKR03: 3123 / 3125 | SKR04: 5923 / 5925
  • Abziehbare Vorsteuer nach §13b UStG (19%): SKR03: 1577 | SKR04: 1407
  • Umsatzsteuer nach §13b UStG (19%): SKR03: 1787 | SKR04: 3837
  • Zahlungs-Gegenkonto: SKR03: 1200 (Bank) oder 1600 (Kreditor) | SKR04: 1800 (Bank) oder 3300 (Kreditor)

⚠️ Die 2 größten Steuerfallen bei Online-Werbung

1. Konto ohne USt-IdNr. eröffnet (Irische 23% Mehrwertsteuer)

Wenn Sie bei Google oder Meta kein Unternehmenskonto mit deutscher USt-IdNr. hinterlegen, stufen die Plattformen Sie als Privatperson ein und erheben 23% irische Mehrwertsteuer. Diese 23% können nicht beim deutschen Finanzamt als Vorsteuer geltend gemacht werden und sind verlorenes Geld. Prüfen Sie Ihr Abrechnungsprofil noch heute.

2. Kreditkartenabrechnung statt offizieller Monatsrechnung

Bei einer Betriebsprüfung verwirft das Finanzamt reine Kreditkartenabrechnungen ohne Vorsteuerabzugsberechtigung. Laden Sie jeden Monat die offizielle PDF-Rechnung aus dem Tab „Abrechnung & Zahlungen“ herunter.

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